Bern-Bethlehem

Verschiedene Funde im Stadtteil Bümpliz-Bethlehem lassen darauf schliessen, dass die Gegend zwischen Könizberg und Bremgartenwald  von keltischen Bewohnern besiedelt war. So fanden sich Gräber mit reichen Beigaben aus der Zeit zwischen 450 und 100 v. Chr. an der heutigen Zypressen-, Morgen-, Heim- und Cedernstrasse wie auch beim Statthalterschulhaus.

Etwas aktuellere Informationen zum Stadtteil 6, zu Bethlehem und dem Tscharnergut finden Sie hier.

Quartierzentrum im Tscharnergut

Waldmannstr. 17a

Postfach 379

3027 Bern

info@tscharni.ch

031 991 70 55

Café Tscharni

Mo-Fr 8.30-18 Uhr

Take-Away und Lieferservice, 11.30-14 Uhr

Informationsstelle

Mo-Fr 12-18 Uhr

Werkstatt

Di-Fr 15-19 Uhr

Sa 10-18 Uhr

Oft gesucht

Menu (PDF): Deutsch

Menu (PDF): english

Tageskarten SBB

Oase Weyerli

Freibad Weyermannshaus 2021 – «Oase Weyerli»

Das Freibad Weyermannshaus bleibt aufgrund der Beckensanierung diesen Sommer geschlossen. Deswegen steht auf dem Gelände der Kunsteisbahn das Alternativangebot «Oase Weyerli» kostenlos zur Verfügung. Die «Oase Weyerli» bietet Ihnen vom 29. Mai bis 29. August auf dem Gelände der Kunsteisbahn Weyermannshaus eine attraktive Begegnungszone mit Abkühlungsmöglichkeiten und einem vielseitigen Freizeitprogramm. Kommen Sie vorbei und entdecken Sie die «OASE» im Berner Westen! Der Eintritt zur «Oase Weyerli» und die Nutzung aller Anlageteile ist kostenlos.

Die Stadt Bern hat die «Oase Weyerli» in Zusammenarbeit mit UNIK Playground AG und in Absprache mit der Quartierkommission Bümpliz Bethlehen (QBB) auf die Beine gestellt.

Öffnungszeiten

29. Mai bis 15. August, täglich von 10 bis 21 Uhr
16. August bis  29. August 2021, täglich von 10 bis 20 Uhr
Witterungsbedingte Schliessungen sind vorbehalten.

Belegungsstatus

Das Sportamt zeigt auf ihrer Seite mittels einer Ampel, die aktuelle Belegung der «Oase Weyerli» an.

Angebote

  • Bewegung: Trampolin mit Airbag, Skimboard, Boulderwürfel, Beachfelder, Ping Pong, Tischtennis, Spikeball, Slacklines.
  • Abkühlung: Hallenbad, Wasserspielplatz, Gartenduschen, Sitzduschen.
  • Spiel: Töggele, Sandkasten, Matschtische, Kubb, Boccia, Bowling, Pedalo, Kricket, und mehr.
  • Entspanung. Weyerli-Beizli, Liegemöglichkeiten, Gedeckte Sitzplätze, Holzsteg mit Spühnebel.

Vom 3. Juli bis 15. August 2021 schwimmen und planschen Sie kostenlos im Hallenbad Weyermannshaus. Das Hallenbad hat während dieser Zeit von Montag bis Sonntag von 10 bis 21 Uhr für Sie offen. Der Zugang erfolgt über die Terrasse in der «Oase».

Kurs- und Workshopangebot

Sie möchten eine Sportart noch besser kennenlernen? Dann melden Sie sich für einen Kurs an! In kleinen Gruppen bringen Ihnen die Kursleitenden ganz individuell die Grundlagen von Trampolinspringen, Skimboarden, Bouldern oder Slacklinen bei. Kurspreis: Fr. 20, mit Kulturlegi Fr. 10, Dauer: 60 Minuten.

Jeden Montagvormittag publiziert UNIK das Kursprogramm für die kommenden sieben Tage. Sie schreiben sich entweder online via Buchungsformular oder direkt vor Ort am Infopoint für einen Kurs ein. Hier tragen Sie sich online für einen Kurs ein: Buchungsformular

Schutzkonzept

Für die «Oase Weyerli» gilt das Schutzkonzept der Freibäder. Falls der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, gilt in der Anlage eine Maskentragpflicht. Zudem gibt es eine Personenzahlbeschränkung. Die Ampel auf unserer Internetseite zeigt Ihnen, ob es noch Platz hat in der «Oase Weyerli». Wir bitten Sie um Verständnis, falls es zu Wartezeiten kommen sollte.

Weitere Informationen

Vor Ort stehen Ihnen während den Sommerferien Duschen, Umkleidekabinen und eine beschränkte Anzahl Schliessfächer zur Verfügung. Die Benützung der Anlage erfolgt auf eigene Gefahr. Die Betreibenden lehnen jede Haftung ab.

Stadtteil 6 – Im Westen von Bern

Bümpliz, auf Karten als «Kopf von Bern» im Westen des Stadtzentrums zu erkennen, war früh besiedelt und bis Ende des 19. Jahrhunderts landwirtschaftlich geprägt. Die zwei Bahnlinien, die 1860 im Südosten und 1901 im Norden eröffnet wurden, trugen zur Entwicklung des Dorfes stark bei und machten Bümpliz zu einem attraktiven Standort für Industrie- und Gewerbebetriebe. Durch den schnellen und andauernden Bevölkerungsanstieg häuften sich vor allem finanzielle Probleme, so dass Bümpliz 1919 die Eigenständigkeit aufgeben und sich in die Stadt Bern eingemeinden musste. Dies wirkte sich zunächst positiv aus, da die finanzielle Not beseitigt werden konnte. Man konnte wieder in Schulhäuser investieren, das Strassennetz wurde ausgebaut und neue Wohnquartiere entstanden.

Schon früh wurde das strukturierte Bauen in Bümpliz-Bethlehem vernachlässigt und durch die Wohnungsnot während und nach dem Zweiten Weltkrieg noch verstärkt. So ist der Stadtteil auch heute noch von einer patchworkartigen Anordnung unabhängiger Siedlungen charakterisiert. Die architektonische Vielfalt ist in der Schweiz kaum anderswo so ausgeprägt. Auch der Bauboom in den sechziger und siebziger Jahren änderte daran nichts. Im Gegenteil: durch die isolierten, in sich einheitlichen Grossüberbauungen wurde Bümpliz-Bethlehem endgültig zu einer Vorstadt mit heterogenem Charakter ohne klar zu erkennendes Zentrum.

Bümpliz-Bethlehem war Mitte der Achtzigerjahre im Grunde fertig gebaut. Die Struktur der Siedlungsfläche bot kaum noch Möglichkeiten, grosse städtebauliche Veränderungen durchzuführen. So wurde die Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität im Quartier zur planerischen Hauptaufgabe, insbesondere in den mittlerweile unbeliebten Hochhausüberbauungen. Dies ist heute teilweise sehr gut gelungen, doch auch in den nächsten Jahrzehnten wird die Aufwertung des Stadtteils eine zentrale Rolle spielen.

Quelle: Siedlungsentwicklung in Bümpliz-Bethlehem, Projektarbeit Basisjahr D-BAUG 2012, ETH Zürich, IKG

Bethlehem

Das alte Gemeindegebiet (Bethlehem) von Bümpliz lag im Grenzraum zwischen Burgundern im Westen und Alemannen im Osten, wobei allerdings die Siedlungsbezirke nicht klar voneinander abzugrenzen sind. Davon zeugen zahlreiche frühmittelalterliche Gräber in Bethlehem. In der Kiesgrube Neuhaus (Messerli-Grube) wurde zwischen 1913-16 ein Gräberfeld mit 291 Bestattungen aus der Zeit zwischen 500 und 700 und 1927-31 ein weiteres mit 31 Bestattungen von Anfang des 7. Jahrhunderts entdeckt. Die Gräber waren mit Beigaben reich ausgestattet. Diese Fundgegenstände befinden sich heute im Bernischen Historischen Museum.

Für den Ursprung des Namens «Bethlehem» bei Bern gibt es drei Thesen:

  1. Die Bezeichnung geht auf das Mittelalter zurück. Das nahe gelegene Kloster des Deutschritterordens hatte in dieser Gegend einen Prozessionsweg errichtet. An die Stationen dieses Weges erinnert neben «Bethlehem» die allerdings nur noch auf alten Landkarten zu findenden Bezeichnungen «Jerusalem» und «Jordanbach» im Bremgartenwald. Der Name «Bethlehem» übertrug sich auf den dortigen Weiler und die daraus entwickelnde Dorfschaft in der Gemeinde Bümpliz.
  2. Sie geht auf «Bethelhelm» zurück, einen Namen, der um 1700 in Urkunden erschien. Vielleicht war dies die Zusammensetzung von Pettilo (Verkleinerung des Namens Petto) und –heim.
  3. Unergiebiges Ackerland wurde früher als «Bethlehemsacker» bezeichnet.

Vor der Jahrhundertwende bestand die Siedlung Bethlehem aus drei grossen Bauerngütern, einigen Einzelhäusern, zwei Wirtschaften einer Schmiede und einer Sägerei.

  • 1918 stimmen die Bümplizer (Bethlehemer) mit 631 Ja gegen 17 Nein dem Eingemein­dungsvertrag zu.
  • 1919 entstehen die ersten Gemeindewoh­nungen im neuen Stadtteil.
  • 1958-65 wurde die erste Grossüberbauung, das Tscharnergut, realisiert.
  • 1999 wohnten 12’382 Menschen in Bethlehem (5’887 Wohnungen und ca. 482 Arbeitsplätze).
  • 2015 wohnten 14’515 Menschen in Bethlehem (5’988 Wohnungen und ca. 540 Arbeitsplätze)

Tscharnergut

Das Tscharnergut liegt ca. 4 km westlich des Stadtzentrums in Bethlehem, einem Quartier der ehemaligen Gemeinde Bümpliz. Im 18. Jahrhundert baute Viktor von Erlach ein Landhaus, das bald zum spätbarocken Landsitz mit zwei Bauernhöfen erweitert wurde. Das Gut hiess nach dem späteren Besitzer ab 1774 „Tscharnergut“. Die zum Gut gehörende Campagne ist heute als „Fellergut“ bekannt.

Das Quartier im Westen von Bern ist eine typische Wohnsiedlung der späteren Fünfzi­gerjahre und war die erste Grosssiedlung in Bern, die für 5‘000 Bewohnerinnen und Bewohner konzipiert wurde.

Grunddaten

  • Adresse: Tscharnergut, Bern-Bethlehem, umgrenzt von Waldmann-, Riedbach- und Fellerstrasse
  • Erstellt: 1958-65
  • Anzahl Häuser: 5 Hochhäuser à 20 Geschosse, 8 Scheibenhäuser à 8 Geschosse, 3 Mehrfamilienhäuser à 4 Geschosse, 2 Reiheneinfamilienhausgruppen
  • Wohneinheiten: 1186 Wohnungen: 1 – 5½ Zimmer, inkl. Studentenwohnhaus mit ca. 200 Wohnungen

Verwaltungen

  • DR. MEYER Immobilien AG, Morgenstrasse 83A, 3027 Bern, 031 996 42 52, www.dr-meyer.ch
  • Familien-Baugenossenschaft Bern, FAMBAU, Mühledorfstr. 5, 3018 Bern, 031 997 11 01, www.fambau.ch
  • Zivag Verwaltungen AG, Weltpoststrasse 20, 3015 Bern, 031 350 22 77, www.zivag.ch
  • Patrick Emmenegger Immobilien Verwaltungen AG, Sempachstrasse 7, Postfach 181, 3000 Bern 22, 031 336 06 06, www.emmenegger-immobilien.ch

Die Wohnbaugesellschaften haben sich für Erstellung und Betrieb der Anlagen von gemeinsamem Interesse (Kleinzoo, Bibliothek, Ladenzentrum, Einstellhallen, Fernheizung, Quartierzentrum, Restaurant, Grünanlagen) mit der Einwohnergemeinde Bern zur Tscharnergut Immobilien AG (TIAG) zusammengeschlossen.

Flächenanalyse 1966

  • Gesamtareal: 104‘000m2 = 100.0%
  • Bebaut: 19‘500m2 = 18.7%
  • Belagsflächen: 34‘500m2 = 33.2%
  • Grünflächen: 49‘500m2 = 47.6%
  • Sonstiges: 500m2 = 0.5%
  • Baumbestand: ca. 380 Stück
  • Anlagekosten: 60 Mio Franken

Einwohnerinnen und Einwohner im Tscharnergut 1970 – 2017

Jahr 2017 2009 1990 1970
Schweiz 1‘464 1’645 2’353 4‘214
Ausland 1’099 652 553 430
0-19 Jahre 455 407 557 2347
20-64 Jahre 1‘531 1’253 1’919 2‘215
65+ Jahre 577 637 430 82
Total 2’563 2’297 2’906 4’644

Die Zahlen widerspiegeln die Veränderungen des Quartiers und der Stadt Bern. Sie weichen in den meisten Kenngrössen nicht sonderlich von der generellen Tendenz ab. Markant ist der wachsende Anteil von ausländischen Einwohnerinnen und Einwohnern bei gleichzeitiger Abnahme der Gesamtbevölkerung sowie die Zunahme der über 65jährigen.

Verschiedene Erneuerungen sind geplant oder wurden bereits realisiert. So sind ein kleiner Teil der 720 Dreieinhalbzimmer-Wohnungen der Scheibenhäuser in grössere und kleinere Einheiten umgestaltet worden.

Bei den Aussenflächen sind Anpassungen geplant, diese scheitern leider oft an den finanziellen Möglichkeiten.

Weiterführende Informationen

Quartierhandbuch Stadtteil 6

(PDF, 2014)

Mit vielen Informationen zur Geschichte und zu den Institutionen von Bern West. Herausgeber www.westkreis6.ch Gratis erhältlich im Quartierzentrum im Tscharnergut.

Wohnort Grossüberbauung

(2004)

Herausgegeben von Elisabeth Bäschlin. 120 Seiten, 50 SW-Abbildungen, Pappband, Format 20,5 x 25,5 cm. ISBN 3-7165-1355-5, Benteli Verlag, Wabern-Bern. Erhältlich im Quartierzentrum im Tscharnergut für Fr. 20.–

Siedlungsentwicklung in Bümpliz-Bethlehem

(PDF, 2012)

Städtebauliche Entwicklungen im Berner Stadtteil VI von 1890, bis 2012 und ihre Wechselwirkung mit der Infrastruktur. Projektarbeit Basisjahr D-BAUG 2012, ETH Zürich, IKG.

Überbauungsordnung ESP Ausserholligen

(PDF, 2020)

Stöckackerstrasse 33 – Ladenwandweg – ewb/BLS-Areal Ausserholligen

Statistiken

(PDF, 2017)

Detaillierte Statistiken der Stadt Bern zum Stadtteil 6.