Ausstellung im Tscharni
Bilderausstellung
Ab sofort verzieren
die Bilder von
Barbara Kupferschmied
die Wände des Café Tscharni.
Kommen Sie vorbei und betrachten sie die einzigartigen Kreationen.
Die Künstlerin Barbara Kupferschmied
Aus der Zeitschrift «GEWAGT», Nummer 21/2011:
1962 als «Frühchen» zur Welt gekommen, hatte sie alles andere als einen guten Start und musste von Kindheit an lernen, Hürden zu überwinden. Die Folgen der Frühgeburt machten ihr vor allem während der Schulzeit und später auch in der Berufswelt zu schaffen. Sie hatte Mühe, den Schulstoff aufzunehmen, und besuchte eine auf ihre Fähigkeiten angepasste Sonderschule. Nichtsdestotrotz absolvierte sie als junge Frau die Haushaltslehre, arbeitete danach in der Backstube der Jowa AG in Zollikofen und war zudem in der Hausreinigung und der Wäscherei eines Altersheims tätig. «Und irgendwann», erzählt mir die heute 49-jährige, zurückhaltende Frau in einem Gespräch, «war mir schliesslich einfach alles zu viel.» Barbara Kupferschmid bekam es mehr und mehr mit der Angst zu tun; ein Alptraum, den sie nicht in Worte fassen kann, Furchtattacken, die sie dazu drängten, sich abzuschotten, die es ihr nicht mehr erlaubten, zur Arbeit zu gehen, die einen Menschen zum Wahnsinn treiben können. Von ihrem Arzt wurde sie schliesslich auf die GEWA aufmerksam gemacht - mit Erfolg. Nach einer sechsmonatigen Abklärungsphase wurde ihr eine Festanstellung an einem angepassten Arbeitsplatz angeboten.
Nach nun fast 20 Jahren ist Barbara Kupferschmid immer noch in der GEWA tätig. Im Atelier arbeitet sie an diversen Serienaufträgen mit. An für sie herausfordernden Tagen darf sie sich ausserdem ihrer Leidenschaft für Kunst widmen. Ihr Kunststil ist einzigartig. «Bafis» nennt sie die originelle Eigenkreation. Fröhliche Fabelwesen, welche sie mit Leichtigkeit exakt und detailgenau aufs Blatt bringt. Sie hat Talent. (...) «Rückblickend hat sich vieles verändert», sagt sie. «Zwar werde ich hie und da immer noch mit riesigen Hürden konfrontiert, doch ich merke, wie sich das Blatt langsam zum Guten wendet.»
Text: Marion Burkhalter
während den Öffnungszeigen des Cafés
(Mo. - Fr., 8:30 - 18 Uhr)
|
Quartierzentrum im Tscharnergut |
Letzte Änderung: 23.02.12 17:33 |